Co-Memory
Lokale Koalitionen gegen Antisemitismus und Antiziganismus

Motivation



Wenn Tucholskys Satz zutrifft, wonach man den Kulturstand eines Landes am Umgang mit seinen Minderheiten ablesen kann, dann erscheint ein Projekt wie Co-Memory genau zur richtigen Zeit.

Angesichts der besorgniserregenden Ausbreitung von autoritären, demokratiefeindlichen Einstellungen ist ein aktivierender und solidarisierender Zusammenschluss von Bevölkerungsgruppen, die rechtsextreme Kräfte auf ihrer Verfolgungsagenda haben, dringend erforderlich.  Daher haben in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ zwei Selbstorganisationen der jüdischen Minderheit und der Sinti- und Roma das gemeinsame Pilotprojekt „Co-Memory“ konzipiert, welches sich zum Ziel gesetzt hat, mit relevanten lokalen Akteuren ein starkes und kompetentes Bündnis gegen Antisemitismus und Antiziganismus aufzubauen. 

Zukünftig möchten wir Ihnen/Dir die Beweggründe und Ziele von Co-Memory genauer vorstellen und mit Ihnen/Dir überlegen in welchen Formen und Inhalten wir Begegnungen und Veranstaltungen zur Bekämpfung von antisemitischen und antiziganistischen Narrativen und Feindbildern gestalten, Gemeinsamkeiten in der Erinnerungskultur aufzeigen und eine einprägsame, öffentlichkeitswirksame und identitätsstiftende Marke für unser Bündnis entwickeln können. Die erfolgreiche Auftaktveranstaltung mit 23 Akteuerinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft war bereits ein beindruckendes Signal . 

Fachtag

Im Rahmen eines Fachtags, der am 26. Mai von in der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf stattfindet, möchten wir anhand von Impulsen und anschaulichen Beispielen aus der Praxis mit vielen Institutionen, Vereinen und Verbänden Begegnungen und Veranstaltungen zur Überwindung von stereotypen Vorurteilen und ausgrenzenden Rassismen erarbeiten.

Die Moderation der Veranstaltung wird die Journalistin Annette Kanis übernehmen.
Sie arbeitet u.a. für die Jüdische Allgemeine und für das ZDF. In Düsseldorf ist sie vor allem durch ihr Buch „Zuhause in Düsseldorf: Die Jüdische Gemeinde 1945 bis heute“ bekannt.  
(Droste Verlag, 2018)   

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf Dr. Stefan Keller wird die Veranstaltung mit einer Grußbotschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eröffnen.  Die weitern Grußworte halten Josef Schuster für den Zentralrat der Juden in Deutschland;
Romani Rose für den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und
Michaela Küchler, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland für Beziehungen zu jüdischen Organisationen.  
Der Vorstand der Stiftung EVZ hat ebenfalls seine Teilnahme und ein Geleitwort zugesagt.

Öffentlicher Teil (im Youtube Stream ab 12.06.) 

Impulsvortrag von Tobias Neuburger von der Universität Hannover :„Dass beide zwei ganz verschiedene Völker sind“. Überlegungen zum Verhältnis von Antisemitismus und Antiziganismus.  

Es folgt ein moderiertes Gespräch zwischen Herbert Rubinstein (ehemals Landesverband Jüdischer Gemeinden Nordrhein) und Dotschy Reinhardt (Künstlerin und Vertreterin des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma )über eigene Erfahrungen mit Diskriminierung und über die Geschichte der Kooperation beider Selbstorganisationen nach 1945.

Die Verbündeten von Co-MemoryDokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma
Düsseldorfer Beiträge „Respekt und Mut“

Jüdische Gemeinde Düsseldorf
SABRA NRW